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Bullet Journal Einblicke

Mein Bullet Journal möchte ich dir zeigen,
Vielleicht machst du es dir auch zu eigen.
So bekommt alles Plan und Struktur
Und ist eine Erleichterung pur!

Bullet Journal Einblicke

Da hier verschiedene Marken genannt bzw. gezeigt werden, ist der Beitrag als „Unbezahlte Werbung“ in den Stichwörtern markiert. Ich habe für diesen Bericht weder Geld bekommen, noch Produkte oder etwas anderes kostenlos erhalten.

Mein Hirn auf Papier, das findest du hier!

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich ein Buch gelesen, das mein Leben verändert hat: Die Bullet Journal-Methode von Ryder Carroll. Meine Rezension dazu findest du hier. Der Erfinder dieser Methode und Autor des Buches konnte mich schnell überzeugen: Mit einem Bullet Journal würde mein Leben besser werden. Klingt seltsam, hat sich aber voll und ganz bewahrheitet! Seit bald zwei Jahren führe ich nun ein Bullet Journal. Letztes Jahr habe ich viel experimentiert, verschiedene Collections und Seiten probiert, war mal minimalistisch, mal künstlerisch unterwegs. Dieses Jahr habe ich das für mich passende Setup daraus aufgestellt und möchte dir nun ein paar Einblicke darin geben.

Was ist das und wofür brauch ich das?

Hier eine kurze Erklärung, falls die das Thema Bullet Journal gar nichts sagt. Ein Bullet Journal ist ein Notizbuch, welches man sich ganz individuell passend gestaltet. Es ist mehr als eine Notizsammlung oder ein Tagesbuch und auch mehr als ein Kalender. Für mich ist es eine Art externer Datenspeicher, der mein Hirn entlastet und alles Wichtige in sich aufnimmt.

Im Bullet Journal wird mit Rapid Logging gearbeitet. Das bedeutet, dass man meist keine langen Prosa-Texte schreibt, sondern sich auf das sinnvollste Minimum beschränkt und dabei einen fixen Satz an Symbolen verwendet, den man sich ebenfalls selbst festlegen kann. Dann wären da noch die Collections. Das sind die einzelnen Module oder Bausteine des Journals. Es handelt sich um eine Art Formatvorlage, die individualisiert, wiederverwendet und ausgetauscht werden kann.

Future Log im individuellen Design

Was brauchst du, um ein Bullet Journal zu führen?

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Monthly Log

Gute Übersicht: Jahr, Monat, Woche

Um das Bullet Journal das ganze Jahr über sinnvoll nutzen zu können, ist eine Art Kalender wichtig. Bei mir setzt sich wieder aus den folgenden Collections zusammen:

  • Future Log
    • Ideal ganz am Anfang des Bullet Journals
    • Bei mir 2 Doppelseiten mit allen Monaten zum Sammeln der ersten Termine
  • Monthly Log
    • Zu Beginn jeden Monats
    • Bei mir mittlerweile 2 Doppelseiten, die eine Übersicht der Monats-ToDo’s, eine Dankbarkeits-Liste, eine Retro-Seite und eine schön gestaltete Seite ggf. mit Zitat / Spruch enthalten.
    • Ursprünglich beinhaltet der Monthly Log eine Kalenderseite und eine Aufgabenseite. Die erste zeigt alle Tage und die wichtigsten Termine, die andere beinhaltet die monatsbezogenen Aufgaben.
  • Weekly bzw. Daily Log
    • Eine Doppelseite für jede Woche
    • Bei mir beginnt das Weekly mit einer Übersicht der für diese Woche angedachten, aber nicht auf den Tag festgelegten ToDo’s, gefolgt von einem festen Raum für jeden einzelnen Tag.
    • Ursprünglich hat der Erfinder einen Daily Log angedacht, der immer erst tagesaktuell erstellt wird, da man nie weiß, wie groß die Tätigkeiten des Tages werden.

Dankbar und Retro Liste

Meine liebsten Collections

Neben den eben genannten Collections, die den Kalender ergeben und somit den wohl größten Teil des Bullet Journals einnehmen, gibt es noch unzählige weitere Collections. Denn jeder von uns ist anders, hat andere Bedürfnisse und kann sich seine Collections selbst erstellen.

Für mich haben sich die folgenden Collections als sinnvoll erwiesen:

Ziele

Meine Ziele-Collection folgt direkt auf den Future Log. Nachdem ich eine grobe Übersicht über das Jahr habe, lege ich mir Ziele fest. Bei mir sind diese in folgende Bereiche gegliedert:

  • Privat
  • Beruf
  • Blog / Social Media
  • Kreatives
  • Autorenleben
  • Sonstiges

Für dich kann diese Aufteilung natürlich ganz anders aussehen. Mir hilft die Festlegung von Zielen, um mich zu motivieren und etwas zu haben, worauf ich hinarbeiten kann. Wichtig ist mir dabei jedoch, dass alles kann und nichts muss. Wenn ich beispielsweise am Ende des Jahres wieder in die Ziele-Liste schaue und feststelle, dass ich kaum Ziele erledigt habe, dann ist das erstmal nicht schlimm. Ziele sollen zum einen keinen Druck aufbauen, sondern motivieren. Zum anderen kommt eben oft das Leben dazwischen. Ein Jahr ist ein langer Zeitraum und es kann durchaus vorkommen, dass sich Ziele ändern, vielleicht ganz wegfallen und dafür neue auftauchen. Ich empfehle daher regelmäßig einen Blick auf die Ziele, um diese immer wieder an dich und dein Leben anzupassen.

Ziele Collection

Ebenfalls hilfreich finde ich es, wenn ich mir die Ziele in kleinere Etappen runterbreche. „Zeichnen & Lettern verbessern“ kann ich beispielsweise in das Durcharbeiten von bestimmten Übungsbüchern herunterbrechen oder in kleine Zeichen-Aufgaben. Hierzu gibt es unter anderem meine Erfolge Collection, zu der wir gleich kommen.

Glückssammlung

Motivation und Glücksmomente sind essentiell. Der Mensch ist so gepolt, dass ihm meist das Negative im Kopf bleibt und nicht das Gute. Um dem entgegenzuwirken, habe ich die Glückssammlung direkt hinter meine Ziele Collection gesetzt. Hier sammele ich immer wieder kleine und große Glücksmomente über das Jahr. Das kann von „Musik hören“ über „Zusammen lachen“ bis zu ganz speziellen und besonderen Momenten alles sein. Diese Collection schaue ich mir immer wieder an, besonders dann, wenn ich einen Glücksmoment brauche. So rufe ich die guten und schönen Momente wieder auf und kann Negatives besser loslassen.

Glückssammlung

Bücher

Meine Bücher Collection findet sich im hinteren Teil des Bullet Journals. Hier habe ich mir ein SuB-Regal erstellt, das einige der Bücher auf meinem Lesestapel zeigt. Wenn ich alle aufgeschrieben hätte, hätte das Regal nicht gereicht und da ohnehin leider unwahrscheinlich ist, dass ich es schaffe in einem Jahr so viele Bücher zu lesen, habe ich mir einfach ein paar ausgesucht, die ich am ehesten dieses Jahr vom Stapel der ungelesenen Bücher befreien möchte.

Passend dazu gibt es dann das Buch auf der zweiten Seite, in welchem ich gelesene Bücher festhalte und ihnen am Ende ein Datum und eine Beurteilung verpasse. Da ich in der Regel die gelesenen Bücher auch rezensiere, habe ich somit eine gute Übersicht und kann meinen Fortschritt im Lesen auch für diverse Challenges, wie z.B. bei Goodreads, tracken.

SuB und Leseliste

Geschenke

Meine Liebsten zu beschenken bereitet mir immer eine ganz besondere Freude. Und gerade, wenn ich Richtung Weihnachten dann zum Weihnachtself mutiere, bin ich froh, wenn ich einen Platz habe, um Geschenkideen zu Sammeln. Hierfür gibt es meine Geschenke Collection.

Geschenke Collection

Erfolge

Als großer Fan von Gamification habe ich mich dieses Jahr zu einer Erfolge Collection hinreißen lassen. Ich bin ein absoluter Erfolgsjäger und lasse mich von sowas immer gerne positiv beeinflussen. Deswegen habe ich einen Raum für meine eigenen, kleinen Erfolge geschaffen, die ich individuell festlegen kann. Hierbei gibt es für jedes grundsätzliche Ziel einen Kreis und die Anzahl der Kästchen im äußeren Kreis gibt an, wie oft ich dieses Ziel erreichen möchte. Jedes Mal, wenn ich es geschafft habe, wird ein weiteres Kästchen ausgemalt, bis am Ende der ganze Kreis bunt ist.

Dieses Prinzip bietet sich super an, wenn man in seiner Ziele Collection etwas festgelegt hat, was auf Wiederholungen basiert, wie beispielsweise das Zeichnen und Lettern. Natürlich kann die Erfolge Collection aber auch so angepasst werden, dass du beispielsweise das Ziel „Buch veröffentlichen“ in die folgenden Ziele unterteilst und diese dann ausmalst, abhakst oder ähnliches:

  • Manuskript beenden
  • Testleser finden
  • Feedback einarbeiten
  • Lektorat beauftragen
  • Feedback einarbeiten
  • Korrektorat beauftragen
  • Feedback einarbeiten
  • Coverdesigner beauftragen
  • Distributor festlegen
  • Marketingplan entwerfen
  • Blogger suchen
  • Bloggerpäckchen gestalten
  • Buch veröffentlichen

Erfolge Collection

Weitere Collections

Dann habe ich noch ein paar Collections, zu denen es kein Foto gibt. In der Regel handelt es sich hier um einfache Listen, die anfangs lediglich aus der Überschrift bestehen und im Laufe des Jahres gefüllt werden:

  • Blog- & Social Media ToDo’s
  • Beitrags-Ideen (Blog & Social Media)
  • Unruhe Sammlung

Letztere wird zwar am Schluss genannt, ist aber für mich essentiell wichtig. Manchmal kreisen mir Themen im Kopf, die ich nur schwer loswerde. Das können kleine, bisher ungeplante ToDo’s sein, offene Fragen, Ideen oder was auch immer. Es sind Dinge, die Kapazität im Kopf fressen, aber im Moment nicht gelöst oder erledigt werden können. Und Ungeplantes und Unerledigtes beschäftigt mich meist so lange, bis es geplant und erledigt ist. Als Ausweg habe ich die Unruhe-Sammlung gefunden. Hier wird wild alles notiert, das mich beschäftigt und nicht loslässt. Und mit dem Aufschreiben, dem Raum geben und dem Wiederauffindbar machen, lässt mich das Thema los.

Gestaltung: Von Minimalistisch bis Kunstwerk

Der Erfinder des Bullet Journals ist eher der Minimalist. Sein Bullet Journal und seine Collections sind einfach und reduziert, aber unglaublich nützlich. Damit habe ich gestartet, weil mich diese ganzen schicken Bildchen und Kunstwerke, die man im Netz zu dem Thema so findet, erstmal abgeschreckt haben. Ich war fest davon überzeugt: Für so einen Schnickschnack hab ich keine Zeit.

Im letzten Jahr war mein Bullet Journal daher sehr minimalistisch. Es ging mir mehr darum, mich auszuprobieren und die richtigen Collections für mich zu finden. Da das jetzt der Fall ist, habe ich mich dem Thema der Gestaltung nochmal angenommen. Denn so gut ich das Minimalistische auch finde, so hat durchaus auch das Gestalterische seinen Reiz. Wieso? Wir schauen schöne Dinge eben gerne an und das hilft, dass wir unser Bullet Journal gerne anschauen und nutzen.

Deswegen habe ich mir zwischen den Jahren etwas Zeit genommen, um mich der etwas künstlerischeren Gestaltung meines neuen Bullet Journals zu widmen. Doch schnell war klar: Diese ganze Blümchen, Pflanzen, Ornamente und Pfeile Ding, war einfach nicht meins. Und genau da kommt wieder der Ansatz des Erfinders zum Tragen: Mach dir dein Bullet Journal für dich passend. Und so habe ich mich von Pinterest inspirieren lassen, mir passende Ideen rausgesucht und alles mit meinen gestalterischen Lieblingsthemen Drachen, Federn und Nordisches kombiniert. Es ist nicht perfekt, nicht umsonst möchte ich das Zeichnen verbessern. Ich hatte die Schablonen total vergessen und das Papier ist etwas dünn, aber es muss auch nicht perfekt sein, sondern passend 🙂

Weekly bzw Daily Log

Dein Leben – Dein Bullet Journal

Jetzt kennst du mein Setup für mein Bullet Journal. Ich hoffe, der kleine Einblick hat dir gefallen und dir vielleicht auch die eine oder andere Idee geliefert. Denn genau darum geht es: Du musst das Rad nicht neu erfinden, sondern kannst dich einfach an den Gestaltungselementen und Collections bedienen, die andere schon entworfen haben. Wichtig ist, dass du allem dann deine persönliche Note gibst. Denn es ist dein Leben und dein Bullet Journal!

Kennst du Bullet Journals schon und pflegst du vielleicht selbst eines? Wenn ja, was sind deine wichtigsten Seiten? Und kennst du schon meine Rezension zu „My Handlettering World“ oder meinen Bericht „Do(n’t) care – Die seelische Gesundheit“?

Liebe Grüße
Tenja Tales

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