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Schreibtipps ohne Ende. Und dann?! – Gastbeitrag von Tanja Hanika

Tausend Schreibtipps hast du nun,
Was sollst du jetzt mit ihnen tun?
Das wird dir hier mein Gast berichten,
Sie weiß es, denn sie schreibt Geschichten!

Heute gibt es etwas ganz Besonderes! Ich darf dir den ersten Gastbeitrag auf der Weltenschmie.de präsentieren! Die liebe Tanja Hanika hatte die schöne Idee zum #NaNoKGFieber (im National Novel Writing Month Kurzgeschichten zu schreiben), worüber ich auch in meinem NaNoWriMo-Beitrag geschrieben habe. In diesem Zuge hat sie auch einige tolle Blog Beiträge geschrieben, von denen du hier jetzt einen lesen kannst. Es geht um Schreibtipps, von denen man doch immer eine ganze Menge bekommt. Doch wie und wann man sie am besten einsetzt und ob das immer sinnvoll ist, erfährst du jetzt hier. Die anderen Beiträge dieser Reihe sind am Ende des Artikels natürlich ebenfalls verlinkt.

Liebe Grüße
Tenja Tales

Schreibtipps ohne Ende. Und dann?!

SCHREIBTIPPS OHNE ENDE. UND DANN?!

Von Tanja Hanika

Schreibtipps lauern an jeder Ecke. Es gibt unzählige Schreibratgeber, aber auch in Internetforen, in den sozialen Netzwerken und auf Blogs kann man Regeln und Tipps aufstöbern, wie man die eigene Schreibe (womöglich) verbessert.

Auch ich finde es sehr wichtig, dass man sein eigenes Können stets verbessert und das Handwerk beherrscht. Dazu gehört es die allgemein bekannten „Schreibregeln“ zu kennen. Denn wer sie kennt, kann sich auch unter gegebenen Umständen dazu entscheiden sie auf zu brechen.

SOLLTEN REGELN IMMER ANGEWENDET WERDEN?

Mit genügend Schreiberfahrung und der Kenntnis diverser Tipps kann man schließlich erkennen, für welchen Text sich welche Schreibtipps eignen, aber auch, wo es die Geschichte interessanter macht, etwas anders zu machen, als der Leser es erwartet oder gewohnt ist.

Keinesfalls sollten die Regeln sich wie eine Bürde anfühlen, von der man niedergedrückt wird. Gerade beim Schreiben der Rohfassung kann man seiner Fantasie viel Freiheit zugestehen, die man im Verlauf der folgenden Korrekturdurchgänge eventuell wieder zähmt. Auf jeden Fall lohnt es sich, auszuprobieren, was der Geschichte gut tut.

Ich sehe Schreibtipps gerne als kleine Helferlein an, die einem die Hand reichen, um einen auf den richtigen Weg zu bringen, wenn der Text nicht ganz so ist, wie man ihn gerne hätte. Aber sie können einem auch zeigen, dass eine bestimmte Schreibregel gerade in diesem einen Fall nicht eingesetzt werden sollte, um die Geschichte lesenswerter oder beispielsweise die Figuren lebendiger zu gestalten.

Spätestens beim Überarbeiten klopft man den Text auf unterschiedlichste Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten ab. Mit dem Wissen um Methoden und Regeln weiß man, nicht nur wo dabei man ansetzen kann, sondern auch welche Regeln wo einzusetzen oder zu brechen sind.

DER EIGENE STIL

Ich selbst finde es sowohl als Leserin als auch als Autorin besonders wichtig, dass ein eigener Stil entwickelt wird. Ich will beim Lesen einer einzigartigen Autorenstimme lauschen, die mich auf eine fiktive Reise mitnimmt. Dabei will ich nicht immer demselben Erzähler folgen, sondern je nach Laune Zugriff auf unterschiedlichste Erzählweisen/-stimmen haben.

Auch selbst will ich nicht wie Horrorautor Xy klingen oder schreiben, sondern für meinen eigenen Stil gerne gelesen werden. Ich will meine Leser mit Geschichten faszinieren, die mich als Autorin ausmachen.

DEINE ENTSCHEIDUNG

Was fängt man also an mit all den Schreibtipps, die einem vielleicht während der NaNo-Zeit verstärkt begegnet sind?

Vielleicht hast du Lust, sie auszuprobieren? Sie wahrzunehmen und zu überdenken wird nicht schaden. Nicht jede einzelne Regel greift für jede Geschichte oder jede Autorin/jeden Autor, lass dich also von deinem Gefühl leiten. Lass dich nicht einschüchtern. Ob und wann du diese Schreibtipps anwenden möchtest, entscheidest du selbst. Aber wenn man bereit ist solchen Tipps eine Chance zu geben und sie einmal ausprobiert, kann die eigene Schreibe davon möglicherweise sehr profitieren.

 


[UNBEZAHLTE WERBUNG] INFOS ZUR AUTORIN

Autorin Tanja HanikaTanja Hanika ist Autorin von Horror- und Schauerromanen und Verfasserin vom »Arbeitsbuch für Schriftsteller«. Geboren wurde sie 1988 in Speyer, studierte in Trier Germanistik und zog anschließend in die schaurig-schöne Eifel, wo sie mit Mann, Sohn und Katze lebt. Seit sie mit acht Jahren eine »Dracula«-Ausgabe für Kinder in die Hände bekam, schreibt und liebt sie Gruselgeschichten.
(Foto: D. Pfingstmann)

Weitere Informationen zu Tanja Hanika findest du auf ihrer Webseite, ebenso die Anmeldung zu ihrem Newsletter.

Natürlich ist sie auch in den sozialen Medien vertreten, so dass du sie auf Twitter, Instagram und Facebook finden kannst.


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2 COMMENTS

  1. Der NaNoWriMo ist echt ein cooles Thema. Ich habe vor acht Jahren einmal teilgenommen und gefinisht. Das ist eine heftige Herausforderung.
    Ich bin das aber anders angegangen. Ich habe völlig aus dem Bauch heraus geschrieben, ohne Expose, ohne Plan. Ich schreibe immer so.
    Ich war dann nach 27 oder 28 Tagen mit 52.000 Wörtern fertig. Ist ein tolles Gefühl, in so kurzer Zeit einen Roman geschrieben zu haben.
    Dass es eine Gruppe für NaNoKG hätte ich eher wissen müssen. Ich schreibe mittlerweile fast nur Kurzgeschichten und habe in der Vor-Adventszeit sehr viel zu schreiben.

    • Hallo Marco,

      vielen Dank für deinen Kommentar und Glückwunsch zum gewonnenen NaNo (auch wenn es eine Weile her ist)! Ich finde das toll, wenn jemand ganz ohne Plan drauf los schreiben kann, für mich funktioniert das leider nicht.
      Der NaNoWriMo ist doch erst ein paar Tage alt, du kannst beim NaNoKGFieber sicher noch einsteigen 🙂

      Liebe Grüße
      Tenja Tales

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