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Mein Writeinktober 2018

Es ist zwar schon Ende November, doch aufgrund der vielen anderen Themen, dem nahenden Weihnachtsfest und mehr, hat es ein wenig länger gedauert, bis ich alle Writeinktober Beiträge fertig hatte und diesen Blog Beitrag daraus erstellen konnte. Wie du dir vielleicht schon denken kannst oder es eventuell auf Twitter auch schon mitbekommen hast, sind all meine Beiträge für den Writeinktober Gedichte. Doch alles von Anfang an.

Writeinktober 2018

Was ist der Writeinktober?

Der Writeinktober (#writeinktober) ist eine jährlich wiederkehrende Aktion auf Twitter. Der gleichnamige Account postet jedes Jahr rechtzeitig vor Beginn des Novembers eine Liste mit 31 Themen, für jeden Tag ein eigenes. Entstanden ist die Idee wohl aus dem Inktober, einer ebenfalls jährlich im November wiederkehrenden Aktion, bei der Künstler und Zeichner an jedem Novembertag ein Kunstwerk zu einem ebenfalls vorgegebenen Thema erstellen und präsentieren. Um den Autoren und Schreibern eine ähnliche Aktion anzubieten, gibt es den #writeinktober.

Meine Beiträge

Tag 1: rage (Wut)

writeinktober Tag 1 rage

Tag 2: poison (Gift)

Bist nicht gesund, das ist mir klar,
Zu viel und mir geht‘s schlecht,
Doch ignorier ich die Gefahr,
Denn jetzt brauch ich dich echt.

Süßes Gift benetzt meine Kehle,
Doch zu spät war heut der Genuss,
Weswegen ich mich später quäle,
Und hellwach im Bett liegen muss.

Tag 3: lost (verloren)

Sie fühlt sich oft verloren,
Hat zu viel um die Ohren.
Und bleibt‘s im Job so angespannt,
Verliert sie bald auch den Verstand.

Doch da trifft sie den einen Mann,
Bei dem sie nicht verlieren kann.
Die Vorsicht, die sie sich geschworen,
Ging wohl in seinen Augen verloren.

Tag 4: tear (Träne)

Wie auf Kommando sind sie da,
Obwohl da vorher gar nichts war.
Manchmal gespielt, doch oftmals echt,
Zu unterscheiden sind sie schlecht.

Sie rinnen über das kleine Gesicht,
Dein Herz dabei schon fast zerbricht.
Im Arm wird dann oft Trost gefunden,
Die Kindertränen schnell verschwunden.

Tag 5: vexed (leidig)

Wisst ihr was ich als leidig empfind?
Das #fbm18 und #BuCon gleichzeitig sind.
Denn sonntags, so hat es den Schein,
Werden viele schon am Abreisen sein.

Manch tollen Mensch werd ich verpassen,
Doch sollt ich mich nicht ärgern lassen.
Es sind so viele tolle Leute da,
Die Zeit wird sicher wunderbar!

Tag 6: savage (wild)

Brüllen, kratzen, beißen,
Etwas in der Luft zerreißen,
Feuer speien in der Wut,
Zurück bleibt nur die heiße Glut.

In die Lüfte sich erheben,
Und nach Ruhe wieder streben.
So fühlt sich‘s an mit diesem Tier,
So ist der wilde Drache in ihr.

Tag 7: sob (schluchzen)

Ein Schluchzen liegt heut in der Luft,
Und der Tränen herber Duft.
Die Trauer schmeckt wie kalter Rauch,
Der Schmerz zieht gar bis in den Bauch.

Der düstere Nebel wird vergehen,
Die Augen wieder klarer sehen,
Das Schluchzen einem Lachen weichen
Und die Freude dich erreichen.

Tag 8: face (Gesicht)

Man sieht so oft nur ein Gesicht,
Doch das dahinter sieht man nicht.
Man sieht der Maske schönen Glanz,
Sie hält die Menschen auf Distanz.

Dahinter stecken manchmal Schmerz,
Ein viel zu oft gebroch‘nes Herz.
Nur wer dahinter sieht kann heilen,
Die Maske irgendwann zerteilen.

Tag 9: flight (Flucht)

Sie verfolgen dich, sind hinter dir her,
Sie jagen dich, sie kommen schon näher,
Sie kriegen dich und fangen dich ein,
Sie fesseln dich und machen dich klein.

Die Flucht gelingt dir immer wieder,
Doch manchmal drücken sie dich nieder.
Die dunklen Gedanken holen dich ein,
Sie werden stets ein Teil von dir sein.

Tag 10: promise (Versprechen)

Bin für dich da, tagein, tagaus,
Halt für dich manche Schmerzen aus,
Werd dich behüten und beschützen,
Dich aufbauen, stärken und auch stützen.

Spende Trost und Hilfe jederzeit,
Liegen wir zwei auch einmal im Streit.
All das versprech ich mit ‘nem Schmatz,
Ich hab dich lieb mein kleiner Spatz!

Tag 11: rift (Riss)

Writeinktober Tag 11 rift

Tag 12: demonic (dämonisch)

Finster und böse schaut er drein,
Man möchte nicht sein Opfer sein.
Fies verzieht er das Gesicht,
Ein Anblick, den vergisst man nicht.

Und ist es dunkel, könnt man schwören,
Kann man‘s dämonisch lachen hören.
So sitzt er oben, fies und klein,
Das muss ein Wasserspeier sein.

Tag 13: settle (siedeln)

Ich siedel hier und siedel da,
Denn siedeln find ich wunderbar.
Wer gibt mir Erz? Ich gebe Holz,
Dann bau ich eine Stadt mir stolz.

Doch zwischendrin wird es dann bitter,
Denn irgendwer spielt einen Ritter.
Wer kennt noch dieses ältre Spiel,
Das viele Siegpunkte zum Ziel?

Tag 14: unwind (abrollen)

Die Nadeln spielen hin und her,
Aus dem Faden wird so mehr.
Er rollt sich immer weiter ab,
Ich fürchte fast das wird recht knapp.

Noch abketten, dann ist‘s vollbracht,
Ein Strickwerk von mir selbst gemacht.
Dann kommt es, wie es kommen muss,
Die Wolle reicht nicht bis zum Schluss!

Tag 15: deadly (tödlich)

Heut ist es wieder mal so weit,
Die beiden liegen grad im Streit.
Er hat wohl irgendwas gemacht
Und jetzt ist sie recht aufgebracht.

Sie schaut ihn an mit diesem Blick,
Da schaut er lieber nicht zurück,
Doch da ihr Blick nicht tödlich ist,
Man den Konflikt alsbald vergisst.

Tag 16: curse (Fluch)

Liebe Muse komm zu mir,
Ich sitze hier vor dem Papier,
Doch nichts passiert, ich bin so leer,
Hab gar keine Ideen mehr.

Ich würd gern schreiben und hätt‘ Zeit,
Doch du bist nirgends weit und breit.
Du meidest mich, lässt mich allein,
Das muss der Fluch des Autors sein.

Tag 17: hex (Bann / Zauberspruch)

Sie schwebt grad hoch auf Wolke 7,
Den einen will sie immer lieben.
Auch er ist ganz in ihrem Bann
Und schaut sie stets voll Liebe an.

Ob Zauberspruch, ob Amors Werk,
Sie überwinden Tal und Berg,
Werden jeden Weg zusammen gehen
Und stets Seite an Seite stehen.

Tag 18: craven (feige)

Bei Mutproben wird oft gesagt,
Man sei nur mutig, wenn man‘s wagt.
Lehnt man sie ab und sagt klar nein,
Heißt es, man soll nicht feige sein.

Doch mutig ist‘s nicht mit zu machen,
Bei gefährlichen und dummen Sachen.
Sich dagegen stellen ist oft schwer,
Doch sicher ist: Es lohnt sich sehr!

Tag 19: vision (Vision)

In einer Vision hat er gesehen,
Die Welt, sie wird bald untergehen.
Denn dann, so hat er es vernommen,
Werden alle vier Reiter kommen.

So kostet er aus nun jeden Tag,
Weil‘s lang ja nicht mehr gehen mag.
Sein Leben wirkt wie renoviert,
Von der Vision doch nichts passiert.

Tag 20: rope (Seil)

Er schlägt den Pickel in das Eis,
Um ihn herum ist alles weiß.
So klettert er nun Stück für Stück,
Im Abenteuer sucht er sein Glück.

Erst als er fällt, das Seil ihn fängt,
Und er da so am Gletscher hängt,
Wird klar: Vom Alltag wollt er die Flucht,
Der Nervenkitzel wurde zur Sucht.

Tag 21: monster (Monster)

Writeinktober Tag 21 monster

Tag 22: sentinel (Wächter)

Sie ist ein Wächter in der Nacht,
Wenn’s Kind denn mal Geräusche macht,
Dann ist die Gute gleich zur Stell‘
Und bringt das Kind zum Schlafen schnell.

Doch auch am Tage hält sie Wacht,
Dass es auch keinen Blödsinn macht.
Sie liebt und hilft, ist immer da,
So wundervoll ist die Mama!

Tag 23: rip (reißen)

Der Mensch gleicht einem wilden Tier,
Wird oft gesteuert von der Gier.
Die Gier nach mehr, die Gier nach Macht,
Hat ihn um den Verstand gebracht.

Er schreit nach Lob, reißt sich um Geld,
Tut stets nur das was ihm gefällt,
Er hintergeht und intrigiert,
Was ist bloß mit der Welt passiert?

Tag 24: cleave (spalten)

Worte sind manchmal spitze Klingen,
Die wir zu unbedacht oft schwingen.
Sie schneiden manchmal tief ins Herz
Und sorgen für manch schlimmen Schmerz.

Sie spalten Freunde, spalten Paare,
Zerstören noch so schöne Jahre.
Drum wähl deine Worte stets mit Bedacht,
Dass ihr Ausspruch nichts zu nichte macht.

Tag 25: walls (Mauern)

Ein Mensch baut seelisch eine Mauer,
Denn auf die Menschheit ist er sauer.
Zu oft verletzt, zu oft belogen,
So hat er Mauern hochgezogen.

Sie soll’n die Seele nun beschützen,
Doch werden sie ihm nicht viel nützen.
Denn hinter Mauern ganz allein,
Kann auch die Liebe niemals sein.

Tag 26: grip (Griff)

Er glaubt er habe alles im Griff
Und versucht dann seinen tollen Kniff,
Doch leider hat’s nicht funktioniert
Und ihn nur gänzlich ruiniert.

Jetzt muss schnell eine Lösung her,
Doch die ist zum Glück gar nicht schwer.
Er klickt einfach „neu laden“ an,
Weil man Computer-Spiele speichern kann.

Tag 27: legion (Legion)

Legionen ziehen übers Land,
Ihr Ziel scheint oftmals unbekannt.
Früher stand der Befehlshaber an ihrer Spitze,
Der nun fernab lieber im Warmen sitze.

Legionen ziehen übers Land,
Der Einzelne bleibt unerkannt.
Sie folgen Befehlen manchmal zu blind,
Ob das dann wirklich noch Menschen sind?

Tag 28: barren (dürr / kahl)

Heute ist mal so ein Tag,
Den man erst nicht leiden mag.
Die Sonne verbirgt heut ihr Gesicht,
Hell wird es dann den Tag über nicht.

Dürre, kahle Äste im Wind
Fragen wo all ihre Blätter sind.
Doch bleibt man drinnen, stellt man fest,
Dass es sich hier gut aushalten lässt.

Tag 29: shudder (schaudern)

Ein Geräusch, was ist das nur?
Doch wo du schaust ist keine Spur.
Klingt erst weit weg und dann ganz nah,
Du wüsstest gerne, was das war.

Dir schaudert und wird plötzlich kalt,
Die Fäuste hast du schon geballt.
Das Licht geht an und dir wird klar,
Dass alles Einbildung nur war.

Tag 30: zealous (eifrig)

Eifrig ist sie am Hantieren,
Sie will keine Zeit verlieren.
Bis Weihnachten ist’s nicht mehr lang,
Wenn sie dran denkt, wird ihr ganz bang.

Mit Geschenken, selbstgemacht,
Wird jeder liebe Mensch bedacht.
Das kostet eine Menge Zeit,
Doch dafür ist sie gern bereit.

Tag 31: passage (Passage / Durchgang)

Writeinktober Tag 31 passage

Das waren meine 31 Gedichte zum Writeinktober. Ich freue mich auf deine Meinung dazu! Bist du vielleicht selbst auch manchmal lyrisch unterwegs? Kennst du schon mein Gedicht „Deine Reise“ oder das „#Wochengedicht„?

Liebe Grüße
Tenja Tales

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