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Deine Reise – Gedicht

Schließ deine Augen und stelle dir vor
Du kletterst den größten der Berge empor.
Da stehst du auf dem Dach der Welt,
Hier zählen weder Macht noch Geld.

Du breitest deine Arme aus,
Es werden große Schwingen drauß.
Du atmest ein, beginnst zu fliegen,
Und lässt den Berg weit hinter dir liegen.

Erst glänzt der Schnee, dann schmilzt das Eis,
Erst ist dir kalt, dann wird dir heiß.
Die Asche beginnt in den Augen zu brennen,
Während Lavastreifen den Berg hinab rennen.

Nun siehst du Wald, es flüstert der Wind,
Du fliegst hindurch, fühlst dich wieder Kind.
Die Blätter streicheln deine Haut,
Ihr Rascheln klingt für dich vertraut.

Du folgst dem Fluss wohin er sich windet,
Bis er als Wasserfall in die Tiefe verschwindet.
Du stürzt hinab und lässt es geschehen,
Kannst statt der Schwingen nun Flossen sehen.

Durchstreifst den Fluss und schwimmst ins Meer,
Die Fische schwimmen nur so um dich her.
Du tauchst hinab, gar bis zum Grund,
Dort machst du so manch großen Fund.

Du bringst den Schatz aus der Tiefe empor
Und fühlst dich besser als jemals zuvor.
Nun öffne die Augen und kehre zurück,
Doch behalt dir vom Schatz für immer ein Stück.

Tenja Tales
(Das Gedicht habe ich auch bei Sweek und Belletristica unter „Deine Reise“ eingestellt.)

Kennst du auch schon meine anderen Gedichte „Schwarzes Gold“ und „#Wochengedicht“ ?

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